Warum dein Baby nur auf dir einschläft

Als Babyschlafberaterin erkläre ich dir, warum dein Baby nur auf dir einschläft – und wie du dir sanft wieder mehr Spielraum schaffst.

„Mein Baby schläft nur auf mir. Ablegen? Unmöglich.“ Diesen Satz höre ich in meiner Arbeit als Babyschlafberaterin fast jede Woche. Meistens gesagt mit einer Mischung aus Erschöpfung und dem leisen Gefühl, irgendetwas falsch gemacht zu haben. Wenn es dir gerade genauso geht: Du hast nichts falsch gemacht.

Als Babyschlafberaterin sehe ich immer wieder, wie sehr sich Eltern damit unter Druck setzen. Dabei ist das, was du beobachtest, keine schlechte Angewohnheit und keine Marotte deines Kindes. Dein Baby hat schlicht gelernt: Körperkontakt bedeutet Sicherheit, und Sicherheit bedeutet, dass Einschlafen leichter fällt. Das ist eine ganz normale Einschlafgewohnheit – biologisch sinnvoll, nicht das Ergebnis von „Verwöhnen“.

Ein Grund, warum das Ablegen so oft scheitert, liegt im Timing. Ich erkläre Eltern in der Beratung häufig, dass Babys erst nach Erreichen der Tiefschlafphase wirklich entspannt genug sind, um abgelegt zu werden. Legst du dein Kind zu früh ab, ist es noch im leichten Schlaf – und wacht prompt wieder auf. Es lohnt sich, nach dem Einschlafen noch ein paar Minuten länger zu warten, bis der Körper spürbar schwer wird, die Gliedmaßen locker hängen und die Atmung ruhig und gleichmäßig geht. Genau dieser Moment entscheidet oft darüber, ob das Ablegen klappt oder nicht.

Was ich Eltern in der Babyschlafberatung auch immer wieder mitgebe: Du musst nicht von heute auf morgen alles umkrempeln. Radikale Wechsel überfordern meist beide Seiten – dich und dein Kind. Kleine, behutsame Schritte wirken auf Dauer zuverlässiger als ein abrupter Stopp der Nähe beim Einschlafen. Das kann bedeuten, dass du das Ablegen zunächst nur bei einem Nickerchen am Tag übst, oder dass du die Zeit bis zum Ablegen schrittweise verkürzt.

Vor allem aber möchte ich dir eines mitgeben: Nähe beim Einschlafen ist ein Bedürfnis deines Kindes, kein Fehler von dir. Es geht nicht darum, diese Nähe „loszuwerden“, sondern darum, dir behutsam wieder etwas mehr Spielraum im Alltag zu holen, ohne dass sich das für dein Kind wie ein plötzlicher Verlust von Sicherheit anfühlt.

Wenn du an diesem Punkt feststeckst und individuelle Begleitung möchtest, unterstütze ich dich gerne in einer persönlichen Babyschlafberatung.

Mehr von mir gibt’s auf Instagram unter @hebammen_babyschlafberatung.

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