Babyhaut und Sonne – das passt nicht zusammen. Ich erkläre dir als Hebamme die 5 wichtigsten Regeln für den Sommer mit Baby.
Sommer, Sonne, raus mit dem Baby – klingt erstmal großartig. Aber als Hebamme sehe ich jeden Sommer dasselbe: Väter, die es gut meinen, aber ein paar entscheidende Dinge nicht wissen. Babyhaut ist dünner und empfindlicher als du denkst. Und UV-Strahlung verzeiht keine Fehler.
Hier sind die fünf Regeln, die du kennen musst.
Keine direkte Sonne unter 1 Jahr
Das ist die wichtigste Regel überhaupt. Babyhaut hat keinen eigenen UV-Schutz. Kein Sonnenschutz der Welt ersetzt den Schatten. Pralle Sonne ist im ersten Lebensjahr komplett tabu – auch mit Sonnencreme, auch mit Hut, auch „nur kurz“.
Sonnencreme erst ab 6 Monaten
Unter 6 Monaten ist Babyhaut zu empfindlich für Sonnencreme. Ich empfehle stattdessen: Langärmelige, leichte Kleidung aus Baumwolle, ein Sonnenhut mit Nackenschutz und konsequent im Schatten bleiben. Ab 6 Monaten kannst du eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor für Babys verwenden – aber auch dann bleibt Schatten die erste Wahl.
Mittagshitze meiden – 11 bis 15 Uhr
Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten. Plane Spaziergänge morgens früh oder am späten Nachmittag. In der Mittagszeit bleibt ihr drinnen oder im Schatten. Das gilt übrigens auch bei bewölktem Himmel – UV-Strahlung kommt auch durch Wolken.
Kinderwagen und Auto werden zur Hitzefalle
Zwei Fehler, die ich immer wieder sehe: Ein Tuch über den Kinderwagen legen und das Baby „nur kurz“ im Auto lassen. Beides ist gefährlich. Das Tuch staut die Hitze im Kinderwagen, die Temperatur kann massiv ansteigen. Und im Auto wird es innerhalb von Minuten lebensgefährlich heiß. Besser: Ein Sonnensegel, das Luft durchlässt. Und das Baby immer mitnehmen – ohne Ausnahme.
Sommer genießen – mit Köpfchen
Sommer mit Baby ist wunderbar. Draußen sein, frische Luft, neue Eindrücke. Du musst nur wissen, worauf du achten musst. Und jetzt weißt du es. Speicher dir diese Regeln ab und denk beim nächsten Sonnentag dran.
Mehr von mir gibt’s auf Instagram unter @hebamme_fuer_vaeter.